Werwolf

»Sag mir, was du bist. Erzähl mir, was du getan hast. Ich denke, dass du mir zumindest die Wahrheit schuldest.«
Grace zu Daniel

»Kommt daher der Name Urbat?«, fragte ich. »Die Hunde des Todes?«
Daniel nickte. »Es gibt viele Namen. Hunderte, um genau zu sein. Skinwalker, Loup-Garou, Oik, Varkolak, Varulv. Am ehesten kennst du wahrscheinlich den Begriff Werwolf.«

Mythos Werwolf
Es gibt viele alte Geschichten über Menschen, die sich unter besonderen Umständen in Tiere verwandeln können. Der Mythos vom Werwolf ist eine solche Legende: Ein Werwolf ist ein Mensch, der bei Vollmond zum Wolf wird und bei Tagesanbruch wieder seine menschliche Gestalt annimmt. Im Europa des Mittelalters war der Werwolfglaube weit verbreitet; Werwölfen gab man die Schuld an Unwettern und Krankheiten. So kamen zahlreiche Männer, vor allem Hirten, vor Gericht und wurden hingerichtet.

Doch wie verwandelt man sich in einen Werwolf? Zum einen können sich der Legende nach Menschen aus eigenen Stücken durch Zaubersprüche, Gürtel oder Salben in einen Wolf verwandeln, zum anderen durch den Einfluss des Mondes oder durch einen Biss eines anderen Werwolfes. In den Tagen der Hexenprozesse glaubte man, dass sich der Werwolf ganz und gar in einen Wolf verwandele. Man ging auch davon aus, dass viele Werwölfe ganz normal aussahen, da sie ihr Fell auf der Innenseite der Haut trugen.

In der Wissenschaft ist für den wolfsähnlichen Zustand das Wort Lykanthropie gebräuchlich (von griechisch lýkos, »Wolf« und ánthrōpos, »Mensch«). Von der Spätantike bis in die frühe Neuzeit wurden immer wieder Berichte über Lykanthropen gesammelt, die sich einzeln oder »im Rudel« wie Wölfe aufführten, heulten und auf allen Vieren herumkrochen.

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